Lexikon

 

Hier finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe rund ums Thema Kupfer und den Installationsbereich von A bis Z aufgelistet und erklärt: mit ausführlichen Kommentaren, nützlichen Querverweisen und Links. Schlagen Sie nach.

   

Abgase |

bei Verbrennung, Verdampfung etc. entstehende Umweltschadstoffe.
 

Absorber |

wichtiger Bestandteil von Solarkollektoren; in der Regel Kupferrohre, an denen schmale Kupferstreifen angeschweißt sind. Die meisten Absorber sind schwarz, was an ihrer aus Titanoxid Schwarzchrom oder Schwarznickel bestehenden Beschichtung liegt, die Sonnenergie besonders wirksam aufnimmt. Die aufgenommene Energie wird in Wärme umgewandelt, die mit Hilfe der guten Leitfähigkeit von Kupfer an die sogenannte Absorberflüssigkeit (meist ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel) übertragen wird.
 

Abwasserbeseitigung |

Welche Art der Abwasserbeseitigung bei einem Bau anzuwenden ist, erfährt man am zuständigen Gemeindeamt. Gibt es in der Nähe einen öffentlichen Kanal, muss die Abwasserbeseitigung daran angeschlossen werden. Ansonsten besteht die Möglichkeit, auf eigenem Grund eine Senk- oder Sickergrube zu errichten oder ein fließendes Gewässer in der Nähe zu nützen, in das die Abwässer jedoch nicht ungeklärt geleitet werden dürfen.
 
 

Ampere |

SI-Maßeinheit für die elektrische Stromstärke.
 

Armatur |

Bedienungs- bzw. Messvorrichtung, Absperrelement bei Gas-, Dampf- und Flüssigkeitsleitungen; im Installationsbereich Untersch.: Stapel-/Grobarmaturen, Feinarmaturen.
 

 

Bar |

Maßeinheit für Druck. (vgl. PASCAL)

Barometer |

Luftdruckmessgerät.

Boiler |

engl. für Kessel; Warmwasserbereiter auf Speicherbasis.
 

Bronze |

Sammelbezeichnung für Kupferlegierungen mit mehr als 60 Prozent Kupfergehalt, die im Gegensatz zu Messing entweder kein oder neben den Hauptlegierungszusätzen (Zinn, Aluminium, Beryllium, Blei) nur geringfügige Anteile an Zink enthalten. Bronze hat gute Bearbeitungs- und Dehnungseigenschaften, hohe Verschleissresistenz und außerordentliche Korrosionsbeständigkeit.
 

  

Diffusionsdichte |

Nur wenige Materialien weisen eine so hohe Dichte auf, dass sie für Gase undurchlässig sind. Je höher diese Diffusionsdichte ist, desto besser eignen sie sich für den Einsatz in der Hausinstallation. Kupfer ist aufgrund seiner hohen Diffusionsdichte ein idealer Werkstoff für diesen Bereich.
 

DIN |

Abkürzung für Deutsche-Industrie-Norm(en), später gedeutet als "Das Ist Norm" (Verbandszeichen des Deutschen Instituts für Normung e.V. (früher: Deutscher Normenausschuss).
 
 

DVWG |

Abkürzung für "Deutsche Vereinigung für das Gas- und Wasserfach". (vgl. ÖVWG)
 

  

Elektrolyse |

durch elektrischen Strom verursachte Zersetzung chemischer Verbindungen.

Emission |

Abgabe von Schadstoffen an die Umwelt.

Erdgas |

in der Erdkruste (oft zusammen mit Erdöl) vorkommende Gase (z.B. Methan), die über Pipelines bzw. Tanker importiert und für Heizzwecke genutzt werden.
 

Fitting |

Verbindungsstück für Kupfer-, Stahl- oder Kunststoffrohre.

Flächenheizung |

Fußboden-, Wand- u. Deckenheizungen; bieten eine gute Energieausnutzung, hohen Komfort und eine geringe Staubaufwirbelung. Die Diffusionsdichte des Rohrmaterials Kupfer verhindert bei Flächenheizungen den Eintritt von Sauerstoff ins System und trägt so zur Vermeidung von Korrosionsschäden am Wärmeerzeuger bei.
 
 

Flachkollektor |

Solarkollektor-Typ, bei dem der Absorber in einem mit einer Glasplatte verschlossenen, flachen, wärmegedämmten Gehäuse untergebracht ist. Flachkollektoren sind meist nicht evakuiert, sodass durch den Transport von Luft Wärmeverluste entstehen. Die Produktionskosten von Flachkollektoren sind deutlich niedriger als die der leistungsfähigeren Vakuum-Röhrenkollektoren. (vgl. Photovoltaik, Solartechnik, Thermische Solaranlage)
 

Flansch |

starre Rohrverbindung auf Verschraubungsbasis.

Flüssiggas |

Kohlenwasserstoffe, die bei Raumtemperatur und einem Überdruck von nicht mehr als 25 Bar flüssig sind; Brenngase: Propan (als Flaschengas u. in Tanks), Butan (in Kleinbehältern/Kartuschen), Propylen u. Butylen (in der chemischen Industrie für Kunststofferzeugung eingesetzt).
 

Flussmittel |

hat bei einer Weichlötverbindung die Aufgabe, die metallene Oberfläche bei Erwärmung auf die Arbeitstemperatur des Lots oxidfrei zu halten und so eine Benetzung durch das Lot zu gewährleisten; Flussmittel sind deshalb immer metallangreifend. (vgl. Löten)
 

  

Garantie |

freiwillige, vertragliche Zusage einer Unternehmens, innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch für Mängel, die nach der Übergabe eines Produkts entstanden sind, einzustehen.
 

Gewährleistung |

gesetzlich verankerter Anspruch, dass eine erworbene Sache frei von Mängeln ist; kann bei beweglichen Gütern binnen 2 Jahren, bei unbeweglichen Gütern binnen 3 Jahren eingeklagt und nicht vertraglich ausgeschlossen werden; der Mangel oder seine Entstehungsursache müssen schon vor der Übergabe vorhanden gewesen sein. Bei Fehlern, die innerhalb von 6 Monaten nach der Übergabe auftreten, wird gesetzlich vermutet, dass die Sache von Anfang an mangelhaft war.
 

Grünspan |

Gemisch basischer Kupfer-Acetate von grüner oder blauer Farbe, das aus der Reaktion von Kupfer mit Essigsäure entsteht und sich auf Kupfer oder Messing ablagert. Ohne Vorhandensein von Essigsäure ist in Wasserleitungen die Bildung von Grünspan nicht möglich.
 

GS |

Abkürzung für "geprüfte Sicherheit". Das GS-Zeichen besagt, dass das entsprechende Gerät bei bestimmungsmäßiger Verwendung sicher ist (trifft aber keinerlei Aussage zur Wirksamkeit).
 

   

Halbharte Kupferrohre |

weisen alle Vorteile von harten Kupferrohren auf, lassen sich aber wesentlich leichter kalt biegen.
 

Hausbrunnen |

Die Sicherung der Wasserversorgung ist Voraussetzung für eine Baubewilligung. Hat man keine Möglichkeit, an eine öffentliche Wasserleitung anzuschließen, ist man gezwungen, einen Brunnen zu schlagen. Obwohl das in Österreich praktisch überall möglich ist, sollte man sich in Hinblick auf die Herstellungskosten vorher über die voraussichtliche Brunnentiefe erkundigen. Wasser aus privaten Hausbrunnen sollte regelmäßig auf seine Qualität untersucht werden. (vgl. Trinkwasser-Informationsverordnung)
 

Joule |

Maßeinheit für Energie (Wärmemenge).

 

Kalorie |

frühere Maßeinheit für Energie (Wärmemenge); 1 Kalorie = 4,1868 Joule.

Kelvin |

SI-Maßeinheit für Temperatur, mit gleicher Teilung wie die Celsiusskala, aber mit dem absoluten Temperaturnullpunkt (- 273,15 Grad C) als Skalennullpunkt.
 

Kilowattstunde |

Maßeinheit für elektrische Arbeit (auf Stundenleistung umgelegt).

Kohlenmonoxid |

farb- u. geruchloses, brennbares Gas; Produkt unvollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen.
 

Kollaudierung |

auch: Kollaudation; Prüfung und Genehmigung eines Bauvorhabens.

Kommissionierung |

Prüfung u. Genehmigung eines abgeschlossenen Bauvorhabens durch die zuständige Behörde.
 

Konvektor |

Gasheizgerät mit Abgasführung in den Kamin.
 

Korrosion |

Oberflächenzerstörung eines Werkstoffs (z.B. Metall) durch chemische oder elektrochemische Einwirkung. (vgl. Korrosionsbeständigkeit, Korrosionsschutz)
 

Korrosionsbeständigkeit |

Auf der Innenoberfläche von Rohrleitungen aus Kupfer, durch die ständig Wasser fließt, entsteht eine Schutzschicht, die das Rohr vor Angriffen durch das Wasser bewahrt. Wird der Aufbau dieser Schutzschicht (z.B. durch Kohlenstoff- und Oxidfilme, Partikel, Reste von Flussmittel, durchgelaufenes Lot, Verarbeitungsfehler) zerstört, kann an diesen Stellen Lochfraß entstehen. (vgl. Korrosion, Korrosionsschutz)
 

Korrosionsschutz |

Schutz vor Korrosion kann durch das Aufbringen dünner Schichten spezifischer Substanzen auf die Metalloberfläche erreicht werden: 1. künstlich verstärkte Oxidschichten (z.B. Eloxalverfahren); 2. in chemischen Lösungen gebildete Zinn-, Chromat- und Phosphatschichten; 3. Metallüberzüge, die durch elektrolytische Metallabscheidung (z.B. Verchromung), Aufdampfen, Flammenspritzen, Plattieren oder Eintauchen in Metallschmelzen (z.B. Verzinkung) aufgebracht werden; 4. Anstriche; 5. Kunststoffüberzüge; 6. Emaillieren. Kupfer als Halbedelmetall verfügt von Natur aus über sehr hohe Korrosionsbeständigkeit. (vgl. Lochfraß, Oberflächenbehandlung)
 
 

Kupfer |

chem. Symbol Cu (von lat. Cuprum); rötlich glänzendes Schwermetall; Element aus der 1. Nebengruppe des Periodensystems der chemischen Elemente; Ordnungszahl 29, Schmelzpunkt 1.083 Grad C, Siedepunkt 2.595 Grad C, Dichte / spez. Gewicht: 8,9 g/cm3, relative Atommasse 63,546; bester Strom- und Wärmeleiter nach Silber. Weitere Eigenschaften: absolute UV-Beständigkeit, hohe Diffusionsdichte und Korrosionsbeständigkeit. Vielseitig verwendbar und leicht zu verarbeiten ist Kupfer eines der wichtigsten Gebrauchsmetalle. Die Kupferproduktion beträgt weltweit über 13 Mio. Tonnen pro Jahr. (vgl. Kupferlegierungen)
 

Kupferlegierungen |

Die wichtigsten Kupferlegierungen sind Messing, Neusilber, Bronze und diverse Gusslegierungen, z.B. Rotguss. (vgl. Legierung)

>Download / Die 10 wichtigsten Kupferlegierungen

 

Kupferproduktion |

In der Natur kommt Kupfer selten in rein metallischer Form vor. Vorwiegend wird es aus schwefelhaltigen Erzen gewonnen, die etwa ein Prozent Kupfer enthalten. Das Erz wird vom tauben Gestein getrennt, zu Pulver vermahlen und anschließend in der sogenannten Flotation angereichert. Diese Konzentrate enthalten 25 bis 35 Prozent Kupferanteil, die in Schmelzhütten zu Rohkupfer mit einem Kupferanteil von 97 bis 99 oder mehr Prozent weiterverarbeitet werden. Durch Feuerraffination und Elektrolyse entsteht hochreines Kupfer mit einem Metallgehalt von 99,90 oder mehr Prozent. Fast alles Kupfer wird heute stranggegossen und dann zu sogenannten Halbzeugen wie Blechen, Bändern, Rohren oder Stangen weiterverarbeitet.
 

  

Legierung |

aus zwei oder mehr Metallen entstehende Verbindung, deren Herstellung unter anderem durch Zusammenschmelzen und Zusammengießen, Pressen oder Sintern, Eindiffundieren von Legierungszusätzen in das Grundmetall oder chemisch bzw. chemischphysikalische Zersetzung erfolgt. Legierungen haben eine schlechtere Strom- und Wärmeleitfähigkeit als die ihnen zugrunde liegenden Metalle. (vgl. Kupferlegierungen)
 
 

Lochfraß |

punktueller Korrosionsschaden an Metallen. Je edler ein Metall ist, desto widerstandsfähiger ist es gegen Lochfraß. Kupfer als Halbedelmetall verfügt von Natur aus über sehr hohe Korrosionsbeständigkeit.
 
 

Löten |

Verbinden zweier Metallstücke durch eine Zwischenschicht, das Lot (Zinn, Blei), das mit den zu verbindenden Werkstücken legierungsfähig sein muss; Erhitzen des Lots erfolgt mittels Lötkolben oder Lötlampe; Untersch.: Hartlöten und Weichlöten (= Löten bei einer Arbeitstemperatur unter 450ºC); Weichlötverbindungen dürfen in Kalt- und Warmwasser- sowie in Heizungsleitungen mit Betriebstemperaturen bis zu 110 ºC eingesetzt werden. (vgl. Flussmittel, Rohrverbindungen)
 

 

Manometer |

Gas- oder Flüssigkeitsdruckmessgerät.
 

Messing |

Legierungen ausKupfer (55 bis 90 Prozent) und Zink mit (je nach Kupfergehalt) hell- bis rotgelber Farbe. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit, gute Verformbarkeit und Korrosionsbeständigkeit aus. Messingsorten mit 70 bis 90 Prozent Kupfergehalt werden als Tombak bezeichnet. Messing mit hohem Kupfergehalt wird zu Schmuckwaren und Kunstgegenständen verarbeitet; Messing mit niedrigem Kupfergehalt zu Rohren, Bauprofilen und Armaturen. Aus Messing gefertigte Haltegriffe und Türklinken sind aufgrund der antibakteriellen Wirkung von Kupfer immer hygienisch rein und brauchen nicht gereinigt zu werden. (vgl. Kupferlegierungen)
 

 

Neusilber |

best. aus 46-62% Kupfer, 20-42% Zink, 10-18 % Nickel; Grundmetall für Versilberung, Essbesteck, Schrauben. (vgl. Kupferlegierungen)
 
 

  

Oberflächenbehandlung |

Die Oberflächenbehandlung von Metallen wie z. B. Kupfer, Nickel und Zink kann mechanisch (durch Schleifen, Bürsten, Polieren, Sandstrahlen), chemisch (Beizen, Patinieren, Färben) oder galvanisch (Vermessingen, Verkupfern, Vernickeln, Verchromen, Versilbern, Vergolden) erfolgen. (vgl. Korrosionsschutz)
 

ÖNORM |

Abkürzung für "Österreichische Norm".

ÖVWG |

Abkürzung für "Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach". (vgl. DVWG).
 

 

Packfong |

chinesisch für Neusilber.
 

PASCAL |

Maßeinheit für Druck (vgl. Bar).

Patina |

graugrüne, aus basischen Carbonaten und Sulfaten bestehende Oberflächenschicht auf Kupfer und Kupferlegierungen, die sich durch Reaktion mit dem in der Luft enthaltenen Kohlen- und Schwefeldioxid bildet. Patina schützt Kupfer vor der Verwitterung und wird auch als "Edelrost" bezeichnet. In ihrer markanten grünen Form tritt die Patina abhängig von Regenmenge und der Wasserzusammensetzung nach rund 8 bis 15 Jahren an flachen und stark dem Regen ausgesetzten Flächen auf.
 

pH-Wert |

gibt an, ob sich eine Stoffverbindung im sauren oder basischen Bereich befindet; nach Trinkwasserverordnung muß der pH-Wert für Trinkwasser zwischen 6,5 und 9,5 liegen.
 
 

Photovoltaik |

Fachbereich, der sich mit der direkten Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie befasst. Ausgenutzt wird der photovoltaische Effekt (Sperrschicht-Photoeffekt) in Halbleitermaterialien (Solarzellen) mit denen u. a. Photovoltaik-Anlagen zur Stromgewinnung aufgebaut werden können.
 
 

  

Recycling |

Wiederverwertung von Abfällen, Nebenprodukten oder verbrauchten Endprodukten der Konsumgüterindustrie als Rohstoffe für die Herstellung neuer Produkte.
 

Rohrverbindungen |

können durch Löten, Schweißen, Pressen oder Gewindeverbindungen (Verschraubungen, Fittings) hergestellt werden.
 
 

Rotguss |

best. aus 85% Kupfer, 7% Zink, 5% Zinn und 3% Blei; verfügt über gute Gleiteigenschaften, ist gut zerspanbar und wird u.a. für Armaturen verwendet. (vgl. Kupferlegierungen)
 

  

Schweißen |

Zusammenfügen von Werkstücken aus Metall oder Kunststoff durch Schmelzverbindungen; Untersch.: Schmelz-Press- und Punktschweißen. (vgl. Rohrverbindungen)
 
 

Schwermetall |

Sammelbegriff für Metalle und Legierungen, deren Dichte über 3,5 g/cm3 liegt. Alle Metalle außer Aluminium, Titanium und Magnesium werden als Schwermetalle bezeichnet.
 
 

SI-Einheiten |

Maßeinheiten für physikalische Größen, die nach dem "Systeme International d' Unites" (SI) im Jahr 1960 neu festgelegt wurden. Das SI baut auf 7 Basiseinheiten (Meter, Sekunde, Kilogramm, Ampere, Kelvin, Mol, Candela) auf; alle weiteren Einheiten werden als Potenzprodukte der Basiseinheiten ohne Verwendung von Zahlenfaktoren abgeleitet (z.B. 1 Watt = 1 kg m2/s2).
 

Siphon |

U-förmiges Rohr zur Wasserableitung.
 

Solarkollektor |

Anlage, mit der Sonnenenergie absorbiert und die entwickelte Wärme mit einem relativ günstigen Wirkungsgrad (30-50 %) zur Trinkwassererwärmung bzw. Heizung (Thermische Solaranlage) oder zur Stromerzeugung (Photovoltaik-Anlagen) genutzt wird. (vgl. Absorber, Flachkollektor, Vakuum-Röhrenkollektor)
 
 

Solartechnik |

Nutzung von Sonnenenergie zur Trinkwassererwärmung bzw. Heizung durch Thermische Solaranlagen oder zur Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen (vgl. Solarkollektor)
 

  

Taupunkt |

Temperatur, bei der der in den Rauchgasen enthaltene Wasserdampf kondensiert; wichtig, um Korrosionsschäden an Heizgeräten oder das Versotten von Kaminen zu vermeiden.
 
 

Thermische Solaranlage |

Anlage zur zur Trinkwassererwärmung bzw. Heizung mittels Sonnenenergie. Herzstück jeder thermischen Solaranlage sind die zu 90 Prozent ausKupferbestehenden Solarkollektoren. Sie absorbieren die Sonneneinstrahlung, die aufgrund der besonderen Leitfähigkeit des Kupfers an ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel abgegeben wird. Das Gemisch gelangt über Kupferrohre in einen im Solarspeicher eingebauten Wärmetauscher. Abgekühlt fließt es von dort durch eine Umwälzpumpe wieder in zurück in die Kollektoren, wo es erneut erwärmt werden kann. Das im Speicher erwärmte Trinkwasser gelangt über die Hauswasserleitung in Bad, Küche, Geschirrspüler und Waschmaschine. (vgl. Absorber)
 

Thermometer |

Temperaturmessgerät.

Thermostat |

Vorrichtung zur selbständigen Konstanthaltung der Temperatur.
 

Tombak |

Messingsorten mit 70 bis 90 Prozent Kupfergehalt.
 

Trinkwasser-Informationsverordnung |

im September 1999 in Kraft getretene Verordnung, die die österreichischen Wasserversorgungsunternehmen verpflichtet, ihre Kunden regelmäßig über die Qualität des gelieferten Wassers zu informieren.
 

Trinkwasserverbrauch |

In Österreich werden jährlich 2.000 Millionen m3 Trinkwasser verbraucht; 30 Prozent davon entfallen auf den privaten Bereich. Der tägliche Trinkwasserverbrauch liegt bei durchschnittlich 150 Liter pro Person, wovon nur 4 Liter fürs Trinken und Kochen verbraucht werden. 55 Liter entfallen auf Baden und Duschen, 32 Liter auf die WC-Spülung, 25 Liter aufs Wäschewaschen.
 

  

Vakuum-Röhrenkollektor |

Solarkollektor-Typ, bei dem sich derAbsorber in einem evakuierten Glasrohr befindet, wodurch die Energieverluste im Vergleich zum Flachkollektor weiter reduziert und Temperaturen bis 150 Grad Celsius erreicht werden können. Aufgrund des hohen Wirkungsgrades arbeiten Vakuumkollektoren auch bei leicht bedecktem Himmel. (vgl. (Photovoltaik, Solartechnik, Thermische Solaranlage)
 

Volt |

Maßeinheit für elektrische Spannung.
 

Wärmedämmung |

Außenwände, Fußböden über dem Keller, Decken zum Dachraum, Fenster- und Türstürze, Heizkörpernischen etc. benötigen einen entsprechenden Wärmeschutz. Durch geeignete Baukonstruktionen und sinnvolle Auswahl der Dämmstoffe lassen sich bis zu 50 Prozent der Heizkosten einsparen. Fachleute empfehlen, auch die Heizungsrohre mit Dämmstoff zu ummanteln. Der Wärmeverlust kann dadurch deutlich gesenkt werden. Die erforderliche Wärmedämmung von Bauteilen ist in der ÖNORM B 8110 festgelgt, die alle Landesregierungen in ihre Bauordnung aufgenommen haben.
 

Wasserhärte |

wird in "Grad deutsche Härte" Grad d angegeben: 0 bis 10 Grad d = weich bis mäßig hart, 10 bis 160 Grad d = mittelhart, über 16 Grad d = hart (wobei diese Einteilung nicht streng normiert ist).
 

Watt |

Maßeinheit für elektrische Leistung.

WE |

Abkürzung für Wärmeeinheit. (vgl. Joule, Kalorie)

 

Zink |

chem. Symbol Zn; bläulich-weißes Schwermetall; Element aus der 2. Nebengruppe des Periodensystems der chemischen Elemente; Ordnungszahl 30, Schmelzpunkt 419,58 Grad C, Siedepunkt 907 Grad C. Zink reagiert rasch mit Säuren und Alkalien, ist aber korrosionsbeständig gegen kaltes Wasser und feuchte Luft. Von Korrosion gefährdete Metalle (z.B. Eisen) werden elektrolytisch verzinkt. Zink lässt sich mit zahlreichen Metallen legieren. Bedeutende Zink-Kupferlegierungen sind Messing, Neusilber, Gussmessing und Rotguss.
 
 

Zinn |

chem. Symbol Sn (von lat. stannum); silberweiß glänzendes, weiches, dehnbares Schwermetall; Element aus der 4. Hauptgruppe des Periodensystems der chemischen Elemente; Ordnungszahl 50, Schmelzpunkt 231,97 Grad C, Siedepunkt 2.270 Grad C; wird unter anderem zum Löten, zur Veredelung von Kupferrohren und Eisenblechen oder als dünne Folie (z.B. für Tuben) verwendet. Bedeutende Zinn-Kupferlegierungen sind Gussbronze, Rotguss und Zinnbronze. Biologische Bedeutung hat Zink als wichtiges Spurenelement für Pflanzen, Tiere und Menschen. Damit bestimmte gesundheitserhaltende Enzyme im Körper freigesetzt werden können, müssen die Spurenelemente Zink und Kupfer immer miteinander im Gleichgewicht sein.